Bei Wohnimmobilien ist die Wertermittlung schon vielschichtig – Lage, Vergleichsobjekte, Zinsniveau, Vermietungspotenzial. Bei Gewerbeimmobilien kommt eine andere Ebene dazu: Es geht nicht nur um den Wert im Ist-Zustand, sondern um die Möglichkeiten, die in einem Objekt stecken – Umbau, Umnutzung, Erweiterung, manchmal eine völlig neue Bestimmung.
Genau hier scheitern viele bei der Einschätzung. Aus einem Areal mit Abrissgebäuden kann bei passender Größe ein neues Wohngebiet werden – wenn die Behörden mitspielen. Aus einer Industriebrache ein Eigennutzer-Standort. Wer Gewerbeimmobilien vermarktet, muss beides können: den tragfähigen Verkaufspreis seriös bestimmen und sehen, was sich aus dem Objekt machen lässt.
Ein Beispiel: das Gewerbeareal in Bad Kreuznach
Ein gutes Beispiel war unser Objekt in Bad Kreuznach: ein größeres Areal mit Produktions- und Lagerhallen, Werkstätten und Büros – sieben Gebäude mit rund 3.338 m² Nutzfläche. Schon bei der Aufbereitung haben wir nicht nur den Bestand bewertet, sondern die Optionen durchgespielt: Das Areal liegt in einem Mischgebiet, angrenzend gibt es bereits Wohnbebauung. Ließe sich hier perspektivisch Wohnraum schaffen? Und das nahegelegene Rehazentrum – wäre eine Einbeziehung für ein erweitertes Kurangebot denkbar? Solche Szenarien gehören für uns zur Vermarktung, weil sie den Kreis möglicher Käufer erweitern.
Wie es ausgegangen ist
Am Ende kam es anders – und genau richtig: Das Areal ging an einen Produktionsbetrieb, der die Hallen und Büros heute selbst nutzt. Eine Nutzung, die exakt zum Zuschnitt des Objekts passte. Die Details haben wir in unserer Referenz zum Gewerbeareal Bad Kreuznach festgehalten.
Was bleibt: Gewerbeimmobilien verlangen neben Kompetenz auch Erfahrung und ein gutes Stück Fantasie. Sie haben ein Gewerbeobjekt, bei dem mehr drinstecken könnte als der erste Blick zeigt? Sprechen Sie mich gern an.
Euer Claudio
